18.08.20 - #42
JBZ NE-108

Diese witzige Box habe ich während einer Uralubsreise 2019 in Baku, Aserbaidschan, entdeckt.
Es scheint sich um eine Box aus dem Hause "JBZ" zu handeln, Typ NE-108.
Das Logo schaut nach einer JBL-Kopie aus...
https://www.google.com/search?q=JBZ+NE-108

Eine schnelle Google-Suche zeigt überwiegend Ergebnisse aus Vietnam auf.
Die Box kostet wohl 1.450.000 Dong, die vietnamesische Währung ist leider sehr von Inflation betroffen, was umgerechnet ca. 53€ entspricht.

Wirklich hören konnte ich die Box nicht. Sie stand auf dem Gang eines Souvenir-Shops... Was ich jedoch hören konnte war sehr blechern und ohne Bass...

Die Ausstattung scheint jedoch recht üppig zu sein:
(externes Detailbild)
• Player mit USB & TF Card
• Bluetooth
• AUX
• Volume Regler
• Bass Regler
• Treble Regler
• Echo Regler
• Mic Regler
• 15V Ladebuchse
• 12V Klemmen (Output?)
Nicht schlecht für eine 50€-Box!

image
JBZ NE-108


18.08.20 - #41
Bi-Amping again...

Aus einem meiner Beiträge aus dem www.hifi-forum.de zum Thema Sinn und Unsinn von Bi-Wiring und Bi-Amping:

Es ist richtig, dass z.B. im Bass-Zweig die Höhen abgeschnitten werden (in der FQW halt).
Jedoch gibt der Verstärker an beiden Klemmenpaaren A & B immer das volle Spektrum von 20-20.000Hz aus.

Von daher ist es Wurst, wo die Brücke/Aufteilung stattfindet. Es ist und bleibt ein Verstärker-/Endstufenzweig.
Und selbst mit zwei voneinander getrennten Endstufen (je R & L natürlich, also insg. 4 Kanäle) ergibt sich noch kein Gewinn.
Denn die Frequenztrennung findet noch immer passiv in den Boxen statt.
Also auf der Leistungs- oder auch Großsignal-Seite. Mit dicken Spulen, Widerständen und Kondensatoren halt.

Fazit:
Erst wenn man jeden Weg mit einer eigenen Endstufe ansteuert
UND zusätzlich eine aktive FQW sowie Entzerrung VOR den Endstufen mit ins Spiel bringt
ergibt sich tatsächliches Optimierungspotenzial!
Also wenn die Trennung auf der Kleinsignal-Seite stattfindet.

Jedoch MUSS man bei einer solchen Konstellation auch das nötige Know-How in Sachen LS-Entwicklung mitbringen!
Was aber bei noch keinem "High-Ender" zu erkennen war,
der sich, entweder fragend oder (aufdringlich) "bestätigend" zum Thema Bi-Wiring/-Amping geäußert hat!



Weitere Erläuterungen:
Weiter unten noch eine schematische Übersicht.
Es wird nur Bezug auf den rechten Kanal genommen.
Für links wäre es natürlich das gleiche.

Man kann insbesondere beim Wechsel von Situation A zu Situation B ganz gut erkennen, dass die Brücke vom Boxen-Terminal einfach nur nach links geschoben wird.
Von Situation C zu Situation D ist es ähnlich. Nur haben wir hier nicht die Brücke im Kabel, sondern intern im Verstärker.

Elektrisch sind diese Anschlussweisen also absolut identisch.
Es ergibt sich immer das exakt gleiche Ersatzschaltbild.
Es ist daher technisch unmöglich*, dass stumpfes Bi-Wiring irgendeinen Effekt haben könnte.

Das * gibts, weil man, wenn man will, z.B. mit Klingeldraht für den Bass und 4mm2 für den Hochton, trotzdem einen Effekt erreichen kann. Das hat dann aber nichts mit dem Bi-Wiring an sich zu tun.

Situation E zeigt einfaches Bi-Amping. Bässe und Höhen haben je eine eigene Endstufe. Jedoch gibt es auch hier keinen einzigen Grund, warum solch eine Konfiguration im Ggs. zu nur einer Endstufe für Bässe und Höhen "besser" sein sollte **.
Der Energiegehalt im Hochtonanteil ist im Ggs. zum Bassbereich verschwindend gering.
Bevor es also in diesem Bereich zu Verzerrungen kommen könnte/würde, wäre im Bassbereich längst ein unangenehm hoher Grad an Verzerrungen erreicht.
Eine Derartige Aufteilung hat also auch keinen Klanggewinn zur Folge.

Hier wieder ein ** da man, wie eigentlich immer im Leben, mit extrem exotischen Konfigurationen auch in diesem Fall Unterschiede erzielen kann.

Erst Situation F zeigt, wie ein tatsächlicher Klanggewinn möglich wäre.
Siehe dazu das Fazit weiter oben.

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Verkabelungsmöglichkeiten einer typischen HiFi-Anlage


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